Positive Emotionen

 

Die meisten von uns erinnern sich gerne an die meist unbeschwerte Kinder- u. Jugendzeit. An den letzten Urlaub. An die Jungfernfahrt mit dem neuen Auto.

Besonders intensiv wird die Erinnerung beim Gedanken an

  • ein bestimmtes Lied aus der Zeit
  • das fantastische Essen am Hafen
  • die Gänsehaut beim Beschleunigen des Fahrzeugs

Ist Dir bewusst, warum du diese Erinnerungen gerne wieder aufleben lässt?
Es sind die positiven Emotionen. Die Gefühle, die in der Moment dein Herz höher schlagen und deine Augen leuchten lassen.

Bei vielen Menschen ist das Thema Gefühle nicht besonders positiv besetzt.
Ein Mann, der Gefühle zeigt, gilt als Weichei. Eine Frau als Nervensäge. Schließlich kommen nur die Harten in den Garten. Diesen harten Jungs ist jedoch kaum bewusst, dass, wenn in ihrem Garten plötzlich eine giftige Schlange auftaucht, es die Gefühle sind, die ihnen das Leben retten.

Erst die Emotionen lassen uns blitzschnell und intensiv auf ein bestimmtes Ereignis, einen Reiz reagieren.
Das Ereignis: im Garten ist eine Schlange

  • löst das Gefühl „Angst“ aus
  • das löst erhöhten Herzschlag aus
  • die Reaktion ist Flucht

Negative Gefühle sind also wichtig und ein bedeutendes Warnsignal. In der heutigen – überwiegend sicheren Welt – wo selten Schlangen im Garten vorbeikommen, sind negative Gefühle oft schlecht besetzt bzw. unerwünscht.

In der modernen Welt sorgt Stress für eine Abwärtsspirale mit negativen Gefühlen wie Ärger, Wut, Neid oder Schuld:

  • Zu viele Anforderungen, sowohl in der Arbeit als auch zu Hause
  • Zu schnelle Taktung, zu wenig Zeit
  • Wenig Verständnis von den Mitmenschen

Der Alltag wird zum verbissenen Kampf mit Hektik, Geschrei und Aufregung. In der Familie, im Straßenverkehr, im Job. Das kann im schlimmsten Fall in Krankheit, Depression oder Burnout enden.

Viele Menschen leben in einem Gefühls-Wirrwarr und wissen nicht, wie sie ihr inneres Durcheinander deuten können.
Wir lassen uns oft von Stimmungen leiten und wissen nicht was dahinter steckt. Du kannst in die Balance kommen, wenn du lernst, die verschiedenen Emotionen bewusst wahrzunehmen und herausfindest, was sie bedeuten und was dir gut tut.

Wer bewusst mehr positive Emotionen in sein Leben holt, kann mit folgenden Effekten rechnen, die seine Lebensqualität steigern: (Fredrickson, 2004)

Positive Emotionen wie Freude, Stolz, Zuversicht und Liebe

  • geben Energie und bilden persönliche Ressourcen
  • verbessern Beziehungen und verstärken psychische Resilienz
  • weiten die Wahrnehmung bzw. Aufmerksamkeit und fördern Problemlösung und Kreativität
  • leiten Aufwärtsspiralen zu mehr Wohlbefinden in der Zukunft ein

Was wir NICHT wollen: dich zu positivem Denken überreden. Negative Gedanken unterdrücken oder schlechte Gefühle ignorieren. Auch ein schnelles Glücksversprechen gibt es von uns keines.

Mehr erfahren: Wusstest du, dass unser Hirn mehr Negatives als Positives registriert? Unter Wissen erfährst du, was Wissenschaftler herausgefunden haben und was man speziell über Positive Emotionen wissen sollte, um gegenzusteuern.

Der Übungsteil zeigt, wie du sofort anfangen kannst, mehr positive Emotionen in dein Leben zu holen.

WISSEN

So wirken positive Emotionen,
Knowhow der Wissenschaft

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UMSETZUNG

Übungen, positive Emotionen
im Leben zu kultivieren

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MEDIATHEK

Alles Wichtige zum
Thema positive Emotionen

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ÜBERSICHT

Alle Stationen 
auf einen Blick

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